Freitag, 27. Juni 2008

Volunteer-Abschiedsparty

Im Volkshaus in Basel fand am 27. Juni 2008 die Abschiedsparty der Volunteers statt. Bei hochsommerlichen Temperaturen genossen wir ein letztes Beisammensein bei Speis und Trank.

Es fand die Rangverkündigung verschiedener Nebenaktivitäten statt und ausserdem gab es auch ein musikalischen Angebot mit Liveband und DJ. Da das Wetter aber so schön war, wurden die musikalischen Einlagen im Volkshaussaal sicherlich wenig estimiert. Man blieb lieber draussen und plauschte nochmals mit den neu gefundenen Bekanntschaften.

Die persönliche UEFA Euro 2008 ging somit definitiv zu Ende. Bleibt noch abzuwarten, was der Final bringen wird!

Volunteer-Abschiedsparty

Mittwoch, 25. Juni 2008

Halbfinale Deutschland - Türkei, das letzte EM-Spiel in der Schweiz

Nachdem ich am Dienstag mit einigen Kolleginen und Kollegen von der Akkreditierung und von Transportation die 40'000 Wave Capes im Stadion verteilt hatte, freute ich mich, zum Abschluss nochmals mit meinem Team im Stadion zu sein.

Verantwortlich für das Parkett im Sektor B standen wir mitten in den Deutschen Fans. Bis dort kam die Ola-Welle mit den Wave Capes gar nicht mehr, weil die Deutschen eine separate Choreo vorbereitet hatten und viele Capes schon vorgängig wieder entfernt wurden.

Die Stimmung war super uns das Spiel vom Verlauf her sehr dramatisch! Nach dem Schlusspfiff leerte sich das Stadion deutlich langsamer als andere Male. Lag sicherlich daran, dass die Deutsche Elf sich ausgiebig feiern liess und Podolski mit Fahnenumhang und Hut auf dem Feld herumtanzte :-)

Die letzte Viertelstunde im Stadion verbrachte ich mit einigen anderen Volunteers ruhig auf den Rängen sitzend. Es hatte schon fast etwas andächtiges. Ich persönlich habe nochmals die Ambience in mich aufgesogen. Auch wenn ich vielleicht zukünftig wieder einmal im Joggeli ein Spiel anschauen werde, so wird es nie mehr so sein wie während der EM! Es kommt schon etwas Wehmut auf.

Freue mich jetzt aber sehr auf Freitag und die Abschlussparty im Volkshaus.

Halbfinal Deutschland-Türkei

Samstag, 21. Juni 2008

Die orange Party ist zu Ende

Ich habe mich, wie viele andere auch, sehr auf den Besuch der Holländer gefreut. Schon um 10.00 Uhr war im Basel SBB die Hölle los! Was für eine Erwartung für das Spiel!

Menie grosse Hoffnung war, bei diesem Publikum nicht ins Depot zu müssen. Und Gott sei Dank, ich wurde zu Entrance eingeteilt. Die Freude etwas getrübt hat dann der Umstand, dass ich mit meinem Team für die Eingänge Hospitality und VIP zuständig war und wir die echten Fans kaum zu Gesicht bekamen.

Beim VIP-Eingang zeigte sich nicht einmal Cervelat-Prominenz und die königliche Familie wurde sicherlich direkt ins Stadion gefahren. So schade!

Bei den Corporate Hospitality-Gästen fehlt es - erstaunlicherweise - zeitweise am guten Benehmen. Es sind definitiv kenie echten Fussballfans. Es geht nur um Sehen und Gesehen werden sowie natürlich gratis den Bauch vollschlagen. Zum Glück gab es natürlich aber auch wieder sehr viele nette und angenehme Begegnungen. Nicht zu vergessen die vier Italiener, welche keine Tickets hatten und sich einiges witziges einfallen liessen, um vielleicht doch noch ins Stadion zu kommen. Zuerst versuchten sie es mit einem Päckchen Mints mit der Aufschrift 'Kantonspolizei Basel' und nachher mit dem Bahntickets, auf welchem ja schliesslich Basel stehe und sie wollen ja nur nach Basel ;-)

Jetzt nur noch ein Spiel und die Zeit als Guest Sercie Volunteer geht zu Ende. Einerseits ist das O.K., damit man sich mal wieder mit etwas anderem beschäftigen kann, andererseits kommt natürlich Wehmut auf.

Viertelfinale Holland - Russland

Donnerstag, 19. Juni 2008

Viertelfinale Portugal - Deutschland

Auch für dieses Spiel war ich mit meinem Team am Eingang postiert. Erstmals konnten wir in kurzen Hosen und T-Shirt unseren Dienst versehen und die Cap diente nicht als Regen- sondern Sonnenschutz! Die Ticketkontrolle ist echt eine kurzweilige Angelegenheit und gibt massenhaft Gelegenheit für kurze, interessante Gespräche mit den Fans beider Lager.

Leider gabe es einige Probleme mit verlorenen Tickets oder mit Personen, welche ihren 'Follow your team'-Voucher nicht rechtzeitig in ein gültiges Ticket umgewandelt hatten. In der Regel konnte aber mit den Kollegen vom Ticketing eine Lösung gefunden werden.

Während die portugisieschen Fans in aller Regel problemlos sind, traten die Deutschen schon ziemlich laut und weniger verständnisvoll auf. Ärger gab es aber auch hier keinen. Trotzdem schade, dass die Portugiesen nun weg sind. Für den Bierkonsum in Basel ist es aber sicherlich ein Gewinn, dass Deutschland das Halbfinale erreicht hat :-)

Ich freue mich schon auf dem Samstag und die Holländer! Das wird sicher eine Klasse Stimmung. Wäre gerne mal wieder im Stadion ;-)

Nächste Woche habe ich mich noch für den Sondereinsatz 'Wave Capes verteilen' gemeldet, da ich sowieso frei habe. Mal schauen, ob sie mich noch brauchen oder ob sich schon genügend Volunteers gemeldet haben.

Samstag, 14. Juni 2008

Ein Samstag zum Feiern

Heute standen gleich 2 Parties auf dem Programm. Einerseits feierte der Dorftreff Teufenthal sein 10-jähriges Bestehen und andererseits lud mein Bruder Hansruedi ein, mit ihm seinen 50. Geburtstag zu zelebrieren.

10 Jahre Dorftreff Teufenthal

Bei trockenem und relativ warmen Wetter trafen die offiziellen Gäste um 13.00 Uhr für den Apéro ein. Bald darauf erschien die Musikgesellschaft Teufenthal, verstärkt durch die Kolleginnen und Kollegen aus Unterkulm, um dem jubilierenden Verein die Aufwartung zu machen. Mit rassigen Klängen eröffneten die Musikantinnen und Musikanten das Fest.

Die kurze und unterhaltsame Festrede übernahm Thomas Plüss vom Gemeinderat. Er besann sich der Gründungszeit des Vereins, durch welche auch er sich mit seiner Familie rasch im Dorf integrieren konnte. Ausserdem amtet er regelmässig als Tagespräsidenten des Dorftreffs bei der jährlichen Generalversammlung. Somit war er für das Amt des Festredners absolut prädestiniert.

Am Nachmittag vergnügten sich die Kinder bei allerlei Spielen, während die Erwachsenen im gemütlichen Kreis die milden Temparaturen genossen. Für das leibliche Wohl war auch in ausreichendem Masse gesorgt.

10 Jahre Dorftreff


Feier anlässlich des 50. Geburtstags von Hansruedi

Annatina hatte sich schon wochenlang darauf gefreut, mit ihrem Götti Geburtstag zu feiern. Sie wollte deshalb dafür auch unbedingt ein schönes Kleid und eine Frisur vom Coiffuer. Also begleitete ich sie am Nachmittag zu ihrem Coiffeurtermin, damit sie so richtig chic ans Geburtstagsfest konnte.

Um 17.30 Uhr traf sich die Festgesellschaft im Restaurant Löwen in Uitikon-Waldegg. Den Apéro genossen wir bei angenehmen Temparaturen draussen. Bald schon dislozierte die Gesellschaft aber in den Saal, wo als erste Attraktion ein Zauberer und Comedian die Zuschauer unterhaltete. Es handelte sich um Michel Gammenthaler, welcher eine ausgezeichnete Show ablieferte.

Nach der Vorspeise und dem Salat gaben dann Annatina und ich mit der Cover-Version des Songs 'Min grosse Brüeder' von Stärneföifi dem Jubilaren ein kleines Ständchen. Nach dem Hauptgang spielte Herr Attinger von der Zurich Caledonian Pipe Band auf und erklärte vieles über die Geschichte und Funktion des Dudelsacks. Das Geheimnis, was die Schotten unter dem Kilt tragen, lüftete er aber nicht.

Kurz vor Schluss gab dann auch noch der ehemalige Dienstkollege von Hansruedi, Dani, eine Schnitzelbank zum Besten.

Es war ein schöner und gelungener Abend mit vielen netten Leuten und ausgezeichneten Speisen und Weinen.

50. Geburtstag Hansi


Donnerstag, 12. Juni 2008

Die EM für die Schweiz zu Ende

Ich durfte gestern wiederum im Stadion sein, mit der gleichen Gruppe wie am Samstag. Die Stimmung war noch viel grossartiger, als am ersten Tag. Der Strom an Rot-weissen schien kein Ende zu nehmen.

Leider gabe es aber natürlich in dieser aufgeheizten Stimmung sehr vereinzelt auch schon ein paar agressive Zuschauer. Einer drohte, die Fahnen, welche am Balkon aufgehängt waren, abzufackeln, da sie ihm die Sicht nähmen. Dabei war ich bereits schon unterwegs, um das zu regeln. Wäre ja eigentlich die Aufgabe der Stewards (Security) gewesen. Leider waren einige von denen blind und auf beiden Ohren taub und hatten eine eingeschränkte Denkfähigkeit. Zum Glück gab es aber auch noch andere...

Ein anderer Zwischenfall waren Beleidigungen von Schweizer an die Adresse von Türkei-Fans, welche ihre Sitzplätze unglücklicherweise ausgerechnet im Sektor B erhalten hatten.Zumindest konnte ich den Sektor-Chef der Stewards darauf aufmerksam machen und er schaute sich die Situation vor Ort an.

Ansonsten brummte im Sektor B der Bär und die Stimmung war am Kochen. Das hat dann auch zu mehreren kleineren Einsätzen der Sanität geführt. Die meisten Ereignisse lassen sich wahrscheinlich auf übermässigen Alkoholkonsum zurückführen! Auf der Heimfahrt erfuhr ich dann von einem anderen Volunteer, dass es bei ihm im Sektor C einen älteren Anhänger der Türkei gab, der beim 1:2 einen Herzinfarkt erlitt und während 20 Minuten reanimiert wurde. Wie die Geschichte ausgegangen ist, wusse er nicht. Hoffen wir, dass der Mann es überlebt hat!

Die Freude auf das nächste Spiel ist nun schon etwas kleiner, nachdem klar ist, dass es sich für die Schweiz eigentich nur noch um ein Freundschatsspiel handelt. Hoffen wir, dass unsere Nati dort aber nochmals alles gibt und mir Würde aus dem Turnier ausscheidet. Und dann geht es wieder weiter mit hoffentlich spannenden Viertelfinals und dem Halbfinal!

Dienstag, 10. Juni 2008

Davids grosser Tag als Player Escort

Gestern war es endlich soweit. Das Spiel Rumänien - Frankreich vom 9. Juni 2008 mit Anpfiff um 18.00 Uhr im Zürcher Letzigrund war der langersehnte Event. Nun also sollte es passieren! Schon um 11.00 Uhr besammelten sich die Kinder mit den Eltern beim Mc Donald's in Spreitenbach. Und weil ja alle sehr nervös waren (die Eltern vielleicht noch mehr als die Kinder), trafen die meistens schon um ca. 10.30 Uhr ein. Dann bekamen die Kinder zuerst einmal ein schönes, weisses T-Shirt, welches sie sofort anziehen mussten. Die machte es für die Betreuerinnen von Mc Donald's einfacher, die Schar im Auge zu behalten. Mit viel Charme erreichte es David auch noch, dass die anwesende Radio Aargovia Moderatorin Rahel Liebetrau ein Interview mit ihm machte. Und weil der Vater ja auch sooo ein netter ist, wurde er auch gleich vors Interview gezerrt! Den Eltern wurden Gutscheine fürs Restaurant ausgehändigt und so nahmen dann alle schon bald einen frühen Zmittag zu sich. Um 12.30 Uhr stiegen die Kinder in den Bus und wurden ins Stadion chauffiert, damit sie den Einlauf mit den Spielern noch richtig üben konnten. Für die Eltern war Warten bis 15.15 Uhr angesagt. Diese Zeit nutzte ich, um mich mit Tricolore-Wappen fürs Gesicht und Frankreichmützen für David und mich auszurüsten. Endlich durften auch wir in den Bus steigen und nach Zürich fahren. Das tolle Wetter und das schöne Stadium sorgten für eine tolle, friedliche Atmosphäre. Ich habe mich dort bei einem alkoholfreien (wichtig!) Biert gemütlich mit angereisten Franzosen und Rumänen unterhalten. Und selbstverständlich habe ich noch jeden Volunteer angequatscht, der mir vor die Füsse gelaufen ist... ;-) Kur vor Sechs stieg die Nervosität der Eltern ins Unermessliche. Mit wem läuft mein Kind wohl ein? Und da kamen sie auch. Zuerst sah ich nur die Rumänen und deren Eskorte. David war nicht dabei. Ah, jetzt! Dort steht er mit dem Captain der Franzosen, Lilian Thuram (#15, FC Barcelona)! Wäre Thierry Henry nicht auf der Ersatzbank (der Trainer will ihn wohl schonen für die Spiele gegen Holland und Italien), wäre der ganz grosse Traum sogar in Erfüllung gegangen! Aber auch so ist es ein gewaltiges Elebnis für David und alle anderen Kinder. Wenigen Minuten nach den Nationalhymnen wurden die Kinder dann zu uns Eltern auf die Tribüne gebracht, um sich das Spiel anzusehen. Natürlich gab es aber zuerst ein riesiges Hallo und viele Fragen:"Mit wem bist Du reingelaufen?" "Hat er etwas zu Dir gesagt?" "Was hast Du gesagt?" "Was habt ihr am Nachmittag gemacht?" usw. Das Spiel selber war dann keine besondere Attraktion mehr. Die sehr gut stehende Defensive der Rumänen widerstand der eher mässigen Offensive der Franzosen (bester Spieler für mich war Franck Ribery), so dass es bei einem langweiligen 0:0 blieb. Aber ehrlich gesagt, war das Spiel gestern sowieso Nebensache...





David als Player Escort beim Spiel Rumänien - Frankreich